Leben > Handwerk: Specksteinarbeit

Speckstein, auch Steatit oder Talkschiefer genannt ist ein Magnesium-Silikat. Seine Bestandteile sind Talk zu 40–50 %, Magnesit zu 40–50 % und Penninit zu 5–8 %. Auf beinahe der ganzen Welt gibt es Speksteinvorkommen.
Z.B. wird Abbau betrieben in Ägypten, Brasilien, China, Finnland, Indien, Italien, Kanada, Norwegen, Österreich, Russland und Südafrika. Auch im Oberfränkischen in Deutschland wurde Speckstein bis vor wenigen Jahren abgebaut.

Mit dem Begriff Speckstein bezeichnet man eine Gruppe von Natursteinen, die je nach ihrer geographischen Herkunft sehr verschiedenartig zusammengesetzt sein können, sie unterscheiden sich regional in ihrer Härte und Brüchigkeit. Die Hauptbestandteile des Specksteins sind im allgemeinen die Mineralien Talk, Chlorit, Magnesit und Serpentin.

Heute findet Speckstein z.B. Verwendung in der Industrie als Talkum. In der Glas-, Farben- und Papierindustrie, als Schmiermittel, oder als Grundstoff für Kosmetika. In der Kunst, genauer der Bildhauerei und der Herstellung von Skulpturen werden die weichen verschiedenfarbigen Steine aus Afrika und Asien bevorzugt. Es gibt ihn in den Farben weiß, gelb, rosa, grün, grau, schwarz oder rotbraun.
Aus finnischem Speckstein werden die sogenannten Specksteinöfen gefertigt, die sich die immens lange Wärmespeicherfähigkeit zu Nutze machen und sich dadurch auszeichnen. Wegen dieser Eigenschaft wird er seit der Antike auch für Kochgeschirr verwendet. Ebenfalls zeichnet er sich durch seine Hitzefestigkeit aus, was ihn, dazu noch durch seine leichte Bearbeitbarkeit, auch zur idealen Metallgussform machte, wollte man nicht immer verlorene Formen haben, sondern mehrere Stücke der gleichen Güte gießen.

Eben diese Eigenschaften mache ich auch mir zu Nutze. Durch die Farbvielfalt und leichte Bearbeitbarkeit, stelle ich z.B. Schmuckstücke wie Kettenanhänger her.

Thors Hammer (Variante 1)    
Thors Hammer (Variante 2)   Thors Hammer (Variante 3)
Drachenboot Anhänger (Variante 01) Drachenboot Anhänger (Variante 02) Drachenboot Anhänger (Variante 03)
Drachenboot Anhänger (Variante 04) Drachenboot Anhänger (Variante 05) Anhänger Midgardschlange

Einerseits direkt aus dem Stein, oder aus Zinn bzw. Bronze unter Verwendung einer Speckstein-Gussform.

Des weiteren nutze ich die Hirzeresistenz und die Wärmeleiteigenschaft des Materials zum Bau von Lampen oder Räucherwerk-Behältnissen.

Wikingerlampe (Variante 1)    

Ich bearbeite den Speckstein mit Werkzeugen, die es auch schon zur Zeit der Wikinger gab. Eine Säge zum groben Zurechtschneiden, Messer und Feile, um die eigentliche, gewünschte Form zu erarbeiten und Bimsstein und Schilfblätter zum Schleigen und polieren.
Zu guter letzt bearbeite ich das fertige Werkstück noch mit Leinöl, um zum einen einen schönen Glanz zu erzielen und zum anderen die Poren zu schließen und wie beim Holz, Spannung aus dem Material zu nehmen.

Für all diejenigen, die es auch mal zu Hause ausprobieren möchten sei noch gesagt, im Bereich "Wissenswertes" gibt es außerdem noch Bauanleitungen zu alltäglichen Gegenständen aus unserem Lager.